Monatsrückblick April-Mai 2026

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Monatsrückblick April-Mai 2026

Die letzten beiden Monate waren eine ziemliche Mischung aus kreativem Chaos, Familienalltag, Frühling und kleinen besonderen Momenten zwischendurch.

Es gab Tage draußen auf dem Spielplatz in der Sonne, kreative Abende an der Nähmaschine, viele Testspiele für unser eigenes Kartenspiel und eine Holzschnitz-Ausstellung, auf die ich mich schon lange gefreut hatte. Gleichzeitig hat mich ein Magen-Darm-Virus auch einmal komplett ausgebremst.

Gerade diese Mischung beschreibt meinen April und Mai eigentlich ziemlich gut. Nicht spektakulär oder perfekt durchgeplant, sondern voll mit vielen kleinen Dingen, die am Ende doch hängen bleiben.

Deshalb nehme ich Dich heute einfach ein bisschen durch die letzten Wochen mit.

1) Holzschnitz-Ausstellung im Wickrather Schloss

Im April fand wieder die Holzschnitz-Ausstellung der Mitmachwerkstatt von Anke Wojtas im Wickrather Schloss statt, genauer gesagt im Nassauerstall. Die Ausstellung gibt es nur alle drei Jahre und ich freue mich jedes Mal darauf. Die Schnitzlehrerin Anke Wojtas schafft es jedem Schüler seine Individualität zu lassen und dabei trotzdem die individuellen Fähigkeiten jedes Einzelnen mit einzubeziehen. Dadurch entstehen sehr vielfältige Kunstwerke, die die Persönlichkeiten der Schüler deutlich zeigen. Dies zeigt die Vielfältigkeit des Werkstoffes Holz als Ausgangspunkt künstlerischen Schaffens.

Besonders schön finde ich bei solchen Veranstaltungen immer die Mischung aus Kunst, Gesprächen und Gemeinschaft. Am Vorabend gab es eine kleine Feier mit einem Buffet aus selbstgemachten Koch- und Backwerken für die Schüler und deren nahen Verwandten. Dieser Abend ist ein schöner Begegnungsort für die Schüler der Unterschiedlichen Schnitzgruppen. Die Schnitzer von Donnerstags kennen die Schnitzer vom Montag beispielsweise in der Regel wenig bis gar nicht. Die Kunstwerke sehen wir schon, da die meisten in der Werkstatt bleiben. So weiß man dann, ach das ist die mit den Fischen oder der mit den abstrakten Werken.

Solche Abende fühlen sich für mich immer ein bisschen nach „raus aus dem Alltag“ an, obwohl man eigentlich gar nicht weit weg ist.

Mit diesem Ort verbinde ich darüber hinaus noch viele Erinnerungen. Ich habe dort noch die Zeit der Warendorfer Deckstation mitbekommen und Reiten gelernt. Im Innenhof zwischen den beiden Schlosstrakten stand damals noch eine alte Holzhalle, die inzwischen nicht mehr existiert.

65 Schnitzausstellung

2) Slip Schnittmusterentwicklung für Baumwolljersey

Im Mai habe ich angefangen ein Schnittmuster für 100 % Baumwolljersey zu entwickeln.

Es soll ein Schnittmuster für einen Slip mit unterschiedlichen Bundhöhen werden, dass die Eigenschaften von Baumwolljersey ohne Elasthan berücksichtigt.

Das Thema beschäftigt mich schon länger, weil viele Anfängerinnen zuerst zu Baumwolljersey greifen. Gleichzeitig verhält sich das Material beim Dessous-Nähen oft etwas anders als stärker elastische Stoffe. Mir ist die Hautverträglichkeit sehr wichtig und Schnittmuster, die speziell für Baumwolljersey konzipiert sind, gibt es nur wenige bis gar nicht.

Als Programm nehme ich gerade Seamly 2D. Da ich Hobbynäherin bin, möchte ich keine Unsummen für teure Schnittmusterprogramme ausgeben. Das Programm ist ähnlich wie Valentina. Die ursprünglichen Entwickler haben sich offenbar überworfen und das Programm Seamly 2D ist bis auf wenige Dinge sehr ähnlich zu Valentina, es wird nur etwas mehr supported. Hier mache ich den Schnittmusterentwurf und die Mehrgrößen, also die Gradierung wie es professionell heißt. Danach werde ich wahrscheinlich zu Inkscape, einem Vektorbearbeitungsprogramm wechseln. Mit diesem Programm habe ich schön öfter gearbeitet, wenn es um Dateien fürs Plotten ging. Dort werde ich dann die Namen einfügen, sonstige Beschriftungen und auch die Nahtzugaben. Das ist nämlich in Seamly ein bekanntes Problem und auch ich habe keine Geduld für die umständliche Anwendung dort.

Ich mag solche Entwicklungsprozesse sehr. Viel testen, kleine Änderungen machen, nochmal nähen, wieder anpassen und die Möglichkeiten der Programme austesten. Genau dabei merkt man oft erst, welche kleinen Details später wirklich helfen.

Insgesamt ist die Schnittmusterentwicklung ist für mich eine Mischung aus Kreativität, sehr genauer Beobachtung und ganz viel Spaß. Es ist wieder ein neues Universum, das sich hier eröffnet.

3) Die neue Handtasche „Vara“

Zwischendurch durfte auch einfach mal ein Näh-Projekt abseits von Dessous entstehen. 😊

Ich habe mir die Handtasche „Vara“ von Hansedelli genäht und solche Projekte mag ich total gern. Gerade Taschen fühlen sich beim Nähen nochmal ganz anders an als Dessous. Es gibt unglaublich viele unterschiedliche Einzelschritte und genau das macht mir daran so viel Spaß.

Reißverschlüsse einnähen, Magnetknöpfe befestigen, Schnallen anbringen, verschiedene Stofflagen verarbeiten, viele einzelne Schnittteile zusammensetzen… bei Taschen passiert ständig etwas Neues. Dadurch wird das Nähen für mich nie eintönig. Während man bei Dessous oft sehr fein und filigran arbeitet, darf es bei Taschen an manchen Stellen auch etwas stabiler und robuster sein.

Besonders schön finde ich immer den Moment, wenn aus ganz vielen einzelnen Teilen langsam wirklich eine Tasche entsteht. Anfangs liegen überall kleine Stoffstücke, Gurtband, Reißverschlüsse und Zubehör verteilt und irgendwann hält man plötzlich etwas Fertiges in der Hand.

Natürlich ist es bei der Tasche nicht geblieben. 😊
Ich habe außerdem noch ein kleines Täschchen als Taschenbaumler von OhMeéla genäht und dazu zwei Schlüsselbänder, ebenfalls von ihr. Solche kleinen Zusatzprojekte mag ich total gern, weil sie am Ende nochmal alles abrunden.

Jetzt habe ich tatsächlich eine Tasche, die zu meiner echten Alltags-Allroundtasche geworden ist. Genau das liebe ich an selbst genähten Dingen besonders. Man kann sie genau so gestalten, wie sie zum eigenen Alltag passen. Die richtige Größe, die passenden Fächer und genau die Details, die man selbst praktisch findet.

Außerdem ist es einfach ein schönes Gefühl etwas täglich zu benutzen, das man komplett selbst gemacht hat.

65 Tasche
65 Tasche Accessoires

4) Unser eigenes Kartenspiel

In den letzten Wochen haben wir außerdem weiter an unserem eigenen Kartenspiel gearbeitet. Die Grundidee erinnert ein bisschen an Magic, allerdings spielt alles in einer Welt, die von Hogwarts Legacy inspiriert ist.

Das Besondere daran ist, dass nicht einfach zwei Häuser aus Hogwarts gegeneinander antreten. Stattdessen spielen jeweils zwei Häuser kooperativ zusammen gegen unterschiedliche Kreaturen. Dadurch fühlt sich das Spiel nochmal ganz anders an. Weniger „gegeneinander gewinnen“, sondern eher gemeinsam überlegen, wie man bestimmte Situationen lösen kann.

Inzwischen sind zwei Häuser fertig entwickelt und damit können wir schon spielen. Für eine spätere Vier-Spieler-Variante fehlen jetzt noch die beiden anderen Häuser. Es ist total spannend zu sehen, wie viele kleine Entscheidungen dabei getroffen werden müssen. Welche Fähigkeiten passen zusammen? Welche Karten sind zu stark? Welche Kombination funktioniert gar nicht?

Besonders viele Erkenntnisse kamen tatsächlich erst während unserer Testspiele. Mein Sohn hat dabei unglaublich geduldig und ausdauernd mit mir gespielt. Teilweise waren die Spielrunden schön kurz und rund. Manchmal haben sich unsere Änderungen aber auch deutlich stärker ausgewirkt als gedacht und die Spiele wurden gefühlt ewig lang. 😄 Genau daran merkt man aber erst, wie kompliziert gutes Balancing eigentlich ist.

Mein Respekt vor Spieleentwicklern ist dadurch auf jeden Fall enorm gestiegen. Von außen sieht ein fertiges Spiel oft so selbstverständlich aus. Wenn man selbst anfängt Regeln, Fähigkeiten und Spielmechaniken zu entwickeln, merkt man erst wie viel Arbeit, Testen und Verwerfen dahinter steckt.

Gleichzeitig mag ich solche gemeinsamen Kreativprojekte total gern. Zusammen Ideen weiterspinnen, Dinge ausprobieren und zu sehen wie langsam etwas Eigenes entsteht, macht einfach unglaublich viel Spaß.

65 Kartenspiel

Was sonst noch los war

  • Teletubbi-Spielplatz mit dem Fahrrad ganz schnell erreicht 🚲
  • Treffen mit Freunden und sehr matschige Kinder 😄
  • Osterhasen-Säckchen für die Kinder genäht und der Osterhase war natürlich auch wieder da
  • ein Magen-Darm-Virus hat mich komplett ausgebremst und dann habe ich einen ruhigen Regenerationsspaziergang im Frühling gemacht
  • Spielplatzbesuche bei Sonne-Wolken-Wechsel, schöne Heimat…
  • Geburtstagsfeier bei Freunden mit angemeldetem Feuerwerk
  • einfach mal zwischendurch ein Lego-Herz von meinen Männern ❤️
  • Umzug meiner Eltern begleitet, praktisch und emotional
  • Geburtstag vom Sohnemann gefeiert 🎉

Fotogalerie

Was ich im April und Mai gebloggt habe

Kommentare

Eine Antwort zu „Monatsrückblick April-Mai 2026“

  1. Avatar von Korsten Gaby
    Korsten Gaby

    Das hast Du sehr schön geschrieben! Es wird Dir offenbar nie langweilig! Du bist eine sehr taffe Frau und liebevolle Mutter und eine so gute Tochter. Ich bin sehr stolz auf Dich! Deine Mama

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